Die neue Münchener Rück-entdeckung

In einem 1960er-Jahre Bau der Münchener Rück galt es, die Vorstandsetage neu zu konzipieren. Die baulichen Bedingungen ließen Standardlösungen für dieses Projekt nicht in Frage kommen. Deshalb entschied sich das beauftragte Architekturbüro Hild und K für ein skulpturales Konzept, das mit der Gebäudesubstanz kreativ harmoniert. Für die Umsetzung benötigte man einen Werkstoff mit aparter Ästhetik, fugenloser Optik, thermischer Verformbarkeit, Transluzenz und der Möglichkeit, Strukturen einzufräsen. Die Wahl fiel auf den Mineralwerkstoff Corian®, und die Realisierung der anspruchsvollen Aufgabe wurde dem erfahrenen Corian® Verarbeiter Hasenkopf übertragen. In kreativer Zusammenarbeit mit den Architekten experimentierte Hasenkopf mit verschiedenen Modellen und Mustern und entwickelte eine technische Lösung, die hohe Präzision erfordert. Ein 30cm breiter Streifen aus Corian®

Glacier White wurde hinterfräst, thermisch verformt und später vor Ort verklebt. Die eingefräste Strukturierung wird bei eingeschalteter Leuchte sichtbar. Das Corian® Objekt verbreitet ein angenehm warmes Licht, das auf die Bedürfnisse der verschiedenen Arbeitsbereiche abgestimmt ist. Dimmbare Leuchtstoffröhren sorgen dafür, dass verschiedene Lichtstimmungen hergestellt werden können. Die räumlichen Gegebenheiten führten zu einer weiteren individuellen Kreation. Da in die gläsernen Wände keine Stauelemente integriert werden konnten, kamen nur frei aufgestellte Möbel in Frage. Dafür entwickelten die Architekten eine spezielle Stauraumlösung auf einem Drehkranz, die von Hasenkopf aus Corian® und Holz umgesetzt wurde.

Architekten: Hild und K

Das 1992 als Hild und Kaltwasser gegründete Büro Hild und K wird seit 1999 von Andreas Hild gemeinsam mit Dionys Ottl geführt. Zum professionellen Erfolg trägt neben den beiden Partnern ein hoch engagiertes Team vielseitig qualifizierter Mitarbeiter bei. Langjährige Erfahrung mit vielfältigen und komplexen Strukturen und Bauaufgaben ermöglicht den Architekten, gemeinsam mit dem Bauherrn ungewöhnliche Wege zu gehen. So entstehen Gebäude von ganz eigenem Charakter, Spiegel der Kreativität, der Offenheit und der architektonischen Ernsthaftigkeit, die das Büro auszeichnen.

  • Foto © Stonner IP

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