Himmlische Corian-Exponate

Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN in der Nähe von Genf ist das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik. Über alle Grenzen hinweg bekannt ist der Teilchenbeschleuniger LHC. In einem 27 km langen Tunnel werden hier Teilchen auf annähernd Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um Materie zu erforschen. Die neu eröffnete Ausstellung »Universe of Particles« mit außergewöhnlichen, kugelförmigen Ausstellungseinheiten erlaubt nun fundierte Einblicke in die wissenschaftliche Forschungsarbeit des CERN und nimmt den Besucher mit auf eine ungewöhnliche Reise durch den Mikro- und Makrokosmos. Den Auftakt für die imposanten visuellen Eindrücke bilden die zahlreichen innovativen Displays, die speziell für die multimediale Ausstellung entwickelt wurden: Makellose Kugelvitrinen aus thermisch verformtem Corian und Acryl reflektieren eindrucksvoll wechselnde Lichteffekte und bilden in sich eine spektakuläre kosmische Installation.

Neben dem LHC Interactive Table, der aus thermisch verformtem Corian mit einer bauseitigen Glasauflage für interaktive Projektionen besteht, bilden eine Reihe von ebenfalls thermisch verformten, kugelförmigen »Corian-Balls« das Zentrum der Ausstellung. Die »Object Spheres« beispielsweise enthalten unterschiedliche Exponate. Einen kristallklaren Blick auf diese Ausstellungsstücke erlauben hier gebogene und präzise in die Corian-Oberfläche eingearbeitete Acrylscheiben. Mit viel Liebe zum Detail hat Hasenkopf nicht nur den Werkstoff Corian, sondern auch die Sichtscheiben aus Acryl perfekt verformt, so dass sie sich übergangslos einpassen und eine ebenmäßige, makellos polierte Fläche ergeben. Für die sogenannten »Detector Balls« wurden die Innenseiten der verformten Corian-Kugeln zusätzlich tiefschwarz lackiert, so dass die dort präsentierten, medial aufbereiteten Inhalte besonders gut zur Geltung kommen. Die naht- und fugenlose Verarbeitung und die glatt polierten Außenflächen machen die »Corian-Balls« so glänzend, dass sie die Filmprojektionen spiegeln, mit denen die sphärisch gewölbten Raumwände bespielt werden.

Architekt: Atelier Brückner

Das Atelier Brückner steht für innovative Innenarchitektur und Raumgestaltung für Museen, Ausstellungen, Messen und andere Projekte, wie zum Beispiel das BMW Museum in München oder das Textil- und Industriemuseum in Augsburg. Dabei folgt das Büro in seinen Entwürfen der Philosophie, Gestaltung und Inhalt eins werden zu lassen und Räume aus Inhalten heraus zu entwickeln. Der Gründer und Inhaber Uwe Brückner ist darüber hinaus als Professor an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Basel tätig.
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  • Foto © Michael Jungblut

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