Funky Fassade - ICADE Premier Haus

Gelungene Symbiose aus präzisem Handwerk und hochmoderner Gestaltungskraft: Das Icade Premier Haus 1 FUNKY am Münchner Arnulfpark erstrahlt mit einer imposanten Fassade aus Glas. Die Transparenz des Gebäudes gibt aber in der Dämmerung den Bl ick frei auf ein unerwartetes, kleineres Gebäude im Innenhof.

Auf dem Gleisvorfeld des ehemaligen Münchener Containerbahnhofs, dort, wo früher Lokomotiven rangierten, entstand im Jahr 2010 ein neues Stadtquartier mit Wohn- und Bürogebäuden, Kultureinrichtungen, Parks und Kindergärten. In der Symbiose zwischen Wohnen und Arbeiten, Apartment und Büro sticht heute ein Objekt besonders hervor: das ICADE Premier Haus 1. Von den beiden renommierten Architektenbüros Ganzer-Hajek-Unterholzner/ Louvieaux und Landau Kindelbacher entworfen, war es die erste Gewerbeimmobilie des Geländes, die vollständig veräußert werden konnte. Ende Januar 2011 erhielt das Haus bereits die Bestnote und ein Zertifikat in Gold von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Diese Zertifizierung durch DGNB-Standards stand bei der Planung von Anfang an mit auf der Agenda. So galt es für die Architekten sowohl ein flexibles, auf die Mieter maßgeschneidertes Raumkonzept umzusetzen, sich aber auch einer »nachhaltigen« Verantwortung zu verpflichten – nicht zuletzt gegenüber den später dort arbeitenden Menschen. Gesundheit, Komfort und Energieeffizienz sind Themen, mit denen die Work-Life-Balance der zukünftigen Arbeitnehmer im Münchner Arnulfpark unterstützt werden sollte.

Mit dem ICADE Premier Haus 1 wurden ca. 22.000 m2 Nutzfläche für ca. 600 Arbeitsplätze geschaffen. Im Kontrast zu seiner sich spiegelnden Glasfassade liegt im fast japanisch anmutenden Innenhof ein Auditoriumsgebäude – als andersartig beeindruckender Blickfang. Dieses Haus ist eines der ersten Bauwerke in Deutschland mit einer Gebäudehülle aus dem High-Tech-Material Corian. Viel Platz für Konferenzen, Arbeitsplätze und Vortragsräume werden hier von Fassadenbändern aus Corian schützend ummantelt. Es sind elegante, geschwungene Wand-Installationen, die sich wie ineinander passende Schuppen über das Haus im Münchner Arnulfpark legen. Sie strahlen eine vornehme Ruhe und Gelassenheit aus, die im Innenhof einen strengen Kontrast zu den sonst im Areal so dominierenden Aluminium-Glas-Fassaden bilden.

Die maßgefertigte Hülle erreicht auch unter ökologischen Kriterien eine ganz eigene Qualität: Materialeigenschaften wie Beständigkeit gegen Witterung und UV-Strahlen, geringer Pflegeaufwand und leichte Reparaturmöglichkeiten lassen das Material Corian zu einem ambitionierten Werkstoff auch unter Nachhaltigkeitskriterien werden. So lassen sich raumgreifende Gestaltungen an der Fassade mit hohen Ansprüchen an Nachhaltigkeit verbinden.

Bereits in der Planungsphase des ambitionierten Architekturprojektes waren der Corian-Hersteller DuPont und die Industrie-Manufaktur Hasenkopf in das Projekt involviert. Ging es hierbei doch auch darum, die bauphysikalischen Möglichkeiten des Materials im Außenbereich auszuloten: Corian als Verkleidungsmaterial kann einige neue Möglichkeiten der Fassadengestaltung bieten. Eigenschaften wie Hinterleuchtbarkeit, Verformung oder Fräsbarkeit bieten andere Möglichkeiten als herkömmliche Materialien wie beispielsweise Aluminium. So waren DuPont und Hasenkopf schon im Vorfeld beratend für die Architekten tätig und unterstützten ebenfalls die durch Dobler erfolgte Fassadenplanung.

Hasenkopf erstellte die ersten exakten Muster der Fassadenelemente, nach Vorgabe von Dobler, mit denen DuPont daraufhin die Zulassung der Bauaufsicht für diese neue Art der Fassadengestaltung erwirken konnte. In der Bauphase fertigte Hasenkopf hunderte von Einzelteilen aus dem Hightech-Material von DuPont, die optisch fugenlos zu ganzen Corian-Bändern miteinander verbunden wurden. Die Paneele befestigte der Fassadenbauer Dobler mittels Keil-Anker so auf Unterkonstruktionen, dass die schuppenartige Optik der Fassade entstehen konnte. Auch im Innenbereich wurde die Optik der Außenfassade weitergeführt. Hier verkleidete Lindner Innenwände und Raumteiler mit den Corian-Elementen von Hasenkopf. Zusammen mit der Firma MetallArt Metallbau Schmid ummantelte Hasenkopf auch die Konstruktion des Treppenaufgangs. Sie verbindet als objekthafte Rauminstallation Funktion mit Design. Durch das Zusammenspiel vieler engagierter Partner in vertrauensvoller Zusammenarbeit entstand das zweigeschossige Schmuckstück an der Münchner Arnulfstraße, das als hervorragend gelungene Symbiose zwischen High-Tech und kontemplativer Ruhe gilt.

Lindner Group

Die Lindner Group ist Europas führender Spezialist in den Bereichen Innenausbau, Fassadenbau und Isoliertechnik. Das Familienunternehmen verfügt über mehr als 45 Jahre Erfahrung im „Bauen mit neuen Lösungen“, der Entwicklung und Ausführung von individuellen und fortschrittlichen Projektlösungen.
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Dobler Metallbau

Dobler Metallbau entwickelt, plant, fertigt und montiert seit ca. 30 Jahren Fassaden aus Glas und Aluminium. Fleiß, solides Handwerk, engagiertes,
innovatives Denken und langjährige Erfahrung machen Dobler Metallbau zu einem der führenden Fassadenhersteller in Europa.
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  • Foto © Hasenkopf

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